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Das letzte Revier

Crémines — Auf den ersten Blick wirkt es so, als wäre es ein ganz normaler Zoo. Ein bun - ter Zug fährt kleine Gäste durchs Gelände. Etwas ältere Kinder stehen, zwischen Aufregung und Respekt hin- und hergerissen, oben auf der Leiter, die Zugang zum Ziegengehege verschafft, und diskutie - ren, ob sie zu den ungeduldigen Ziegen hinunterklet - tern sollen oder doch lieber nicht. Zwei Rostgänse schwimmen gemütlich über ihren Teich, ohne sich vom Trubel stören zu lassen. Bevor man zu der Auffangstation für exotische Vögel kommt, geht es an einem weiteren Teich vorbei. Hier steht:Vorsicht Krokodile! Eine Sekunde später schmunzelt das Hirn, als es die farbigen Crocs, die sich auf der Insel sonnen, wahrnimmt und den Witz versteht. Das Schmunzeln im Gesicht bleibt, als ein paar Schritte weiter die Graupapageien einem mit anrüchigen Pfiffen und einem «Hallo» aus ihrem Schnabel begrüssen. Ihr Verhalten zeigt, dass sie keine klassischen Zootiere sind, sondern, wie praktisch alle der 550 Tiere des Sikyparks in Crémines aus privater Haltung stam - men und hier ein neues, artgerechtes Zuhause gefun - den haben. Ein paar hundert Meter weiter, hinter hohen Holz - zäunen mit Sichtfenstern, finden sich dann die wirkli - chen Wildtiere: Die Tiger. Obwohl, da würde der zoo - lo ...