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Dem Kölner Dom aufs Dach gestiegen

Mit dem Lastenaufzug nach oben Unser Weg auf die Dächer von Köln beginnt an der unscheinbaren Nordseite des Doms mit Blick auf den Hauptbahnhof. Wir treffen uns am Fuße des Gotteshauses, um über einen Lastenaufzug, den auch die Bauarbeiter am Dom benutzen, in kleinen Gruppen die steile Wand des Kirchenbaus emporzufahren. Es ruckelt und knarzt, und während ich durch die Metallstreben des Aufzugskorbes blicke, werden die vielen Menschen auf dem Bahnhofsvorplatz unter mir immer kleiner. Mit einem Ruck kommt der Aufzug zum Stehen – wir haben das Domdach erreicht. Über Holzplanken auf einer Stahlkonstruktion, die für die Restaurierung des Gebäudes angelegt wurde, gehen wir zunächst ins Innere des Doms, direkt unter den imposanten Dachstuhl. Zwischen Stahlträgern sind die Kuppeln zu erkennen, wie man sie aus der Decke des Domschiffs kennt – allerdings in negativer Form: blanker Stein, der sich nach oben wölbt. Mannshohe Schraubenschlüssel lehnen an den Säulen und warten auf ihren Einsatz in der riesigen Dachkonstruktion. In den Werkstätten der Dombauhütte Wir lernen: Auch wenn die Kathedrale in der gotischen Zeit erbaut wurde, stammen nicht alle Bauteile aus dem Mittelalter. Statt einem historischen Holzdachstuhl wird das Dach von einer filigra ...