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Ein Wochenende in Zermatt

— Ein Aufenthalt im Chalet Hotel Schönegg in Zermatt beginnt mit einem Tunnel und einem Lift. Die Fahrt in die Höhe scheint ungewöhnlich lange zu dauern – ob nun der Lift so langsam oder der Weg so lang ist? Dass Letzteres der Fall ist, stellt sich oben angekommen beim Blick aus dem Fenster heraus. Kein Haus, Hotel oder Kirchturm versperrt die Sicht auf das majestätische Matterhorn. Zu sehen ist es an diesem Tag im Januar trotzdem nicht. Der vielleicht berühmteste Berg der Welt hat sein Angesicht verhüllt und sich hinter einer dicken Wolkenwand versteckt. Wirklich schlimm ist das aber nicht, der schier unablässig fallende Schnee entschädigt für die fehlende Aussicht. In di cken Flocken taumelt er vom Himmel und verwandelt das Dorf mit jeder Stunde noch mehr in eine Landschaft wie aus einem Wintermärchen. Dass sich das Hotel, an geschmiegt an die Südseite des Mattertals, einst mit seiner privilegierten Lage schmücken könnte, hätte 1947 wohl niemand gedacht. Damals, als Johann und Maria Julen den Tea-Room Schönegg mitsamt den drei Zimmern kauften, hielt man sie für verrückt – die Lage sei nicht optimal. Der Erfolg trat trotzdem ein und das Hotel wurde laufend ausgebaut und vergrössert. 1989 folgte dann der komplette Neuaufbau als Grand ...