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Im Tuk Tuk durch Sri Lanka – Zwei Frauen im Fahrtwind

Magazin-Artikel von
Zwei Frauen im Fahrtwind Das Tuk-Tuk ist in Asien ein weitverbreitetes Transportmittel. Dass zwei Frauen damit durch Sri Lanka fahren, ist hingegen eher ungewöhnlich. Während ihrer Reise machen die beiden Bekanntschaft mit den Tücken des dreirädrigen Gefährts – und mit liebenswerten Menschen. Ausgabe: Nr. 121 Text und Fotos: Sara Sommer Die Ärztin beordert neun sri-lankische Frauen und mich in den Untersuchungsraum. Ihr strenger Blick und der beachtliche Körperumfang lassen uns schweigend folgen. Sie sinkt in einen Bürostuhl, wir drücken uns an die gegenüberliegende Wand. Draussen bellt ein Strassenköter. Ich schwitze. «Mach einfach, was die andern tun», befiehlt Frau Doktor. Ich strecke die Hände aus, lasse sie kreisen, balle sie zu Fäusten, balanciere auf einem Bein, hüpfe an Ort, zeige ihr meine Fusssohlen und lasse mir in die Augen schauen, damit sie mich später für psychisch stabil erklärt. Sie misst meinen Blutdruck, prüft, wie mein Herz schlägt, wie meine Lungen sich füllen und leeren. Seit vier Stunden befinde ich mich im Strassenverkehrsamt von Sri Lankas Hauptstadt Colombo, habe mir von drei verschiedenen Ärzten Blut nehmen, mich wägen und messen lassen und beim Warten in der Mittagshitze beinahe den Verstand verloren. Jetzt endlich erbar ...