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Sidon – Seife, Kreuzritter und ein einsamer Fruchtbarkeitstempel

Sidon – 4600 Jahre Geschichte im Süden des Libanon Sidon liegt etwa 20 Kilometer südlich von Beirut. Für die Libanesen ist das fast schon seit weg, denn egal in welche Richtung man von Beirut aus losfährt, erreicht man nach spätestens 100 Kilometern das Ausland. Das tut allerdings niemand, denn dieses Ausland ist das besetzte Palästina beziehungsweise das dem Libanon nicht ganz wohlgesonnene Israel oder eben Syrien, wo im Moment kaum jemand allzu gerne hinfährt. Zurück zu Sidon. Direkt neben der Stadt befindet sich der uralte Eschmun-Tempel. Er wurde schon vor 2600 Jahren errichtet und zwar um dem phönizischen Fruchtbarkeitsgott Eschmun einen Gefallen zu tun. Alles lief prima. Alle waren fruchtbar und zufrieden. Aber irgendwann kamen die Perser, die Griechen, die Mamelucken, die Babylonier, die Römer, die Osmanen, die Byzantiner – allerdings nicht in dieser Reihenfolge. Sie alle bauten etwas an dem uralten Tempel um oder an oder obendrauf. Bei einigen Gebäudeteilen kann man gut erkennen, wer sie gebaut hat. Ein paar dicke Steine aus der Perserzeit konnten leicht identifiziert werden. Ein paar Mosaike aus der Römerzeit ebenfalls. Im vorderen Bereich der Ausgrabungsstätte ist deutlich eine byzantinische Kirche zu erkennen. Hier wird gerade noch weiter ...