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Türkische Verhältnisse

Am 7. Januar waren wir genau sechs Monate unterwegs. Mittlerweile sind unsere Speicher gut gefüllt mit Eindrücken aus sieben Ländern. In diesem halben Jahr haben wir sehr lange fast jeden Tag an einem anderen Ort verbracht. Immer on the road. Es gab eine Zeit zu Beginn unserer Reise, da wäre uns ein frühes Ende, aus welchem Grund auch immer, wie ein Scheitern vorgekommen. Nun, nach so langer Zeit des Unterwegsseins, gibt es zwar immer noch keinen Grund damit aufzuhören, doch manchmal ist kaum noch Platz für etwas Neues in unseren Köpfen. Dann genießen wir die Plätze, an denen mal einfach nichts los ist. Und genau das gestaltet sich in der Türkei schwieriger als wir dachten. Den Neujahrstag verbrachten wir bei Foca. Eine aufgeräumte Küstenstadt. Ein Touristenstädtchen. Auf der kleinen Landzunge, die vor der Stadt ins Meer ragt, tummelten sich am ersten Tag des neuen Jahres dutzende Picknickgemeinschaften und Camper. Die Türken sind Camper. Wer hätte das gedacht. In keinem anderen Land haben wir bisher die Einheimischen in so großer Zahl selbst mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs erlebt. Im ganzen Land gibt es öffentliche und private Picknickplätze. Diese sind jedoch entweder viel zu nah in den Wohngebieten, total vermüllt oder es wimmel ...