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Waldhaus Sils Maria

Sils/Segl im Engadin, 1845mü.M. — Vermutlich war Wes Anderson in seinem letzten Leben Architekt und hat das sagenumwobene Hotel Waldhaus in Sils gebaut. Denn mitten im Wald – und doch mit einer fabelhaften Aussicht übers Tal – kommt hier alles zusammen, was seine Filme so faszinierend macht: Liebe zum Detail, atemberaubende Schönheit, schräge Protagonisten sowie Geschichten voller Schalk und Leben. Kein Wunder, hat das Haus in den vergangenen 100 Jahren von Adorno über Beuys und Dürrenmatt bis Visconti unzählige Denker und Künstler in seinen Bann gezogen. Sehen — Als mundwässrigmachende Vorbereitung für den eigenen Besuch gönnt sich der Kenner vor der Anreise «Die Wolken von Sils Maria». Im bildgewaltigen Drama mit Kristen Stewart und der Oscargewinnerin Juliette Binoche kann sich das ehrwürdige Haus zwischen der Engadiner Seenplatte und dem gewaltigen Berninamassiv wunderbar ins Szene setzen. Und vielleicht wurde auch Gerhard Richter von diesen Wolken inspiriert? Auch er war schon zu Gast und hat mit etwas Glück einen Blick auf die vorbeiziehende Malojaschlange erhaschen können. Riechen — Wenn die Sonne durch die Bäume scheint, dann fällt der warme Duft des Waldes über die Terrasse und verzaubert die Gäste mit den aetherischen Essenzen von Lärchen ...