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Zu Besuch auf einer Rentierfarm

Als wir bei Jukka im Homestay waren, kamen abends zwei Freunde zu Besuch. Beide Rentierfarmer. Eine von ihnen, Sanna, lud uns am nächsten Morgen ein, ihr bei ihren Rentieren bei der Arbeit zuzusehen. Nachdem wir vor zwei Jahren in der Mongolei ein paar Tage bei den Rentiernomaden zu Gast waren, interessierte uns sehr, wie hier in Europa mit den Tieren umgegangen wird. Sanna wusste nur „die Tiere in der Mongolei sind viel größer“. Doch das ist nur einer von großen Unterschieden zwischen den beiden Kulturen. Es gibt in beiden Regionen, Mongolei und Skandinavien, keine wilden Rentiere mehr. Die Tiere, die man in Europa am Straßenrand sieht, gehören alle einem Rentierfarmer, der nicht unbedingt Same ist, denn davon gibt es in Finnland nur wenige. Die Rentiere, die man so sieht, haben auch alle deutliche Zeichen: ein Halsband, manchmal sogar Glocke und immer „zurechtgeschnitzte“ Ohren. Jeder Rentierbesitzer schneidet mit einem Messer eine ganz bestimmte Markierung in die Ohren der Tiere. Sanna hat ihr Merkmal sogar auf ihren Unterarm tätowiert und im Internet gibt es Tabellen aller Kennzeichen, die zeigen, wessen Rentier man gerade vor sich hat. Mongolische Rentiernomaden auf ihren Tieren In der Mongolei ziehen die Rentiernomaden im Sommer mit ihren Tier ...